Neue Büros für die Eingliederungszweigstelle in Brig
Seit dem 7. Juli 2025 empfangen wir Versicherte und Partner in den neuen Büroräumlichkeiten an der Apollostrasse 6 in Brig-Glis, nur wenige Schritte von der bisherigen Adresse an der Gliserallee 13 entfernt. Der Bezug der neuen Büros markiert den Abschluss eines langen und sorgfältig geplanten Prozesses, der mit erheblichem Einsatz verbunden war.
Der Umzug wurde notwendig, da die Eigentümerin der bisherigen Liegenschaften, die PKWAL, eine umfassende Totalsanierung plante. Bereits im Frühjahr 2023 fanden erste Gespräche statt. In der Folge konnte die PKWAL der IV-Stelle geeignete Ersatzräumlichkeiten anbieten. Während der rund zweijährigen Planungs- und Umsetzungsphase hatte die IV-Stelle die Möglichkeit, den Umbau der neuen Büros aktiv mitzugestalten und entscheidenden Einfluss auf deren Ausführung zu nehmen. Dieser Prozess erforderte viel Zeit, vorausschauende Planung und grosse Aufmerksamkeit für Details, sowohl organisatorisch als auch technisch.
Im Sommer 2025 war es schliesslich die Zeit zu zügeln. Ende Juni und Anfang Juli blieb die Zweigstelle Brig-Glis während zwei Wochen geschlossen. In dieser Zeit standen die bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung, und die Mitarbeitenden waren im Homeoffice. Sämtliche elektrischen Anlagen und die IT-Infrastruktur wurden demontiert, am neuen Standort wieder installiert und das Mobiliar durch eine Umzugsfirma gezügelt.
«Es ist uns eine Freude, die Arbeit in diesen modernen Räumlichkeiten fortzusetzen.»
Die Rezeption ist mit einer behindertengerechten Theke und zeitgemässen Sicherheitseinrichtungen ausgestattet. Sämtliche Arbeitsplätze verfügen über höhenverstellbare Stehpulte; zudem konnten die Mitarbeitenden nach dem Umzug von einer ergonomischen Fachberatung profitieren.
Preisverleihung: Für eine erfolgreiche berufliche Eingliederung im Unterwallis
Dieses Jahr fand die 45. Ausgabe der Preisverleihung für eine erfolgreiche berufliche Eingliederung statt, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Sie ist mittlerweile fester Bestandteil des Donnerstagsprogramms der Foire du Valais und bietet der Kantonalen IV-Stelle Wallis die Möglichkeit, die verdienstvollen Lebenswege von Personen, die ihre gesundheitliche Beeinträchtigung überwunden und einen Platz in der Arbeitswelt gefunden oder wiedergefunden haben, zu würdigen und so durch das umfassende Angebot an Eingliederungsmassnahmen ein positives Bild unserer IV-Stelle zu vermitteln.
Unsere Preisträger haben uns mit ihrem Engagement und ihrer Motivation gezeigt, wie man im Zeitalter von künstlicher Intelligenz (KI) Emotionen leben und nähren kann: Schritt für Schritt sind sie ihren Wiedereingliederungsweg gegangen, mitsamt Zweifeln, kleinen Glücksmomenten und der Freude über jeden Erfolg.
Joëlle Morand, Benjamin Kadrolli und Vincent Voide haben sich der Herausforderung gestellt, Höhen und Tiefen durchlebt und begleitet von ihren Angehörigen, Ausbildenden sowie Kolleginnen und Kollegen schliesslich einen Arbeitsplatz gefunden, der auf ihre persönliche Situation abgestimmt ist. Die Arbeitgebenden, die sie aufgenommen, betreut und ihnen eine Arbeitsmöglichkeit in ihrem Unternehmen geboten haben, sind ihrer menschlichen und sozialen Verantwortung voll und ganz gerecht geworden und haben dazu beigetragen, authentische Beziehungen aufzubauen.
Frau Joëlle MorandHerr Benjamin KadrolliHerr Vincent Voide
Arbeitgeberpreis
Ein schönes Vorbild für diese Verantwortung ist DransEnergie, die seit vielen Jahren mit unserer IV-Stelle zusammenarbeitet und mit dem Arbeitgeberpreis ausgezeichnet wurde. Mit massgeschneiderten Lösungen für Mitarbeitende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Möglichkeiten für Versicherte in beruflicher Neuorientierung bot sie ein wertschätzendes Umfeld, das auch das Erwerben neuer Kompetenzen ermöglichte.
#SansFiltre wurde mit dem Preis Inklusion ausgezeichnet, der zum fünften Mal in Zusammenarbeit mit dem Forum Handicap Valais-Wallis und der Unterstützung der Walliser Delegation der Loterie Romande verliehen wurde. Der Verein will neue Zielgruppen erreichen, indem er inklusive Kommunikation fördert und Brücken zwischen Menschen mit und ohne Behinderung schlägt. #SansFiltre will die soziale Inklusion durch Fest- und Kulturveranstaltungen fördern, die für Menschen mit Behinderung, unabhängig von der Art ihrer funktionellen Einschränkung, zugänglich sind.
Professor Marcel, Forscher am IDIAP, gab Einblicke in die Möglichkeiten der KI für den Arbeitsmarkt, insbesondere für KMU und im Bereich Gesundheit und Behinderung. Neue Perspektiven zeichnen sich ab, da KI zunehmend zu einem Assistenten im Alltag wird und sich als nützliche Ressource für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen positioniert.
Als Präsident unseres Aufsichtsrats verkörpert Mathias Reynard die Essenz dieser Preisverleihung und ihre menschliche Wärme. Er unterstreicht die individuellen Erfolge unserer Preisträger, die zugleich Ausdruck eines gemeinsamen Erfolgs sind: dem der Invalidenversicherung. Diese hat unser Land grundlegend verändert, indem sie ein System ablöste, das Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen allzu oft an den Rand der Gesellschaft drängte. Heute unterstützt sie jedes Jahr Zehntausende von Menschen (41’000 im Jahr 2024) dabei, wieder einen Platz in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft zu finden. Mathias Reynard zollt den Preisträgern, Institutionen, Fachpersonen und Unternehmen, die all dies möglich machen, Anerkennung. Er erinnert daran, dass diese Geschichten zeigen, dass Inklusion keine abstrakte Idee ist. Ganz im Gegenteil: Sie wird gelebt, gestaltet und verändert Leben.
Die Preisträger 2025
Herr Benjamin Kadrolli Frau Joëlle Morand Herr Vincent Voide
Arbeitgeberpreis
DransEnergie SA, Orsières
Preis Inklusion in Zusammenarbeit mit Forum Handicap Valais-Wallis und der Unterstützung der Loterie Romande
Association #sansfiltre, Monthey
Unsere grosszügigen Gönner
FVS Group – Foire du Valais, Municipalité de Martigny, Délégation valaisanne à la Loterie Romande, Banque Cantonale du Valais, Association des Employés d’Assurances Sociales du Valais, Axius SA, Caisse de compensation du canton du Valais, Clinique romande de réadaptation SUVA, Dallmayr Vending & Office, Félix Bureautique SA, Fondation Chez Paou, Fondation Emera, Migros Valais, Direction générale Orif, Orif Sion, OSEO Valais, Suva Sion, TCS Section Valais.
Die Digitalisierung hat unser Verhältnis zum Wissen grundlegend verändert. Innerhalb weniger Jahre wurden traditionelle Lernmethoden durch leistungsfähige digitale Instrumente erweitert. Dadurch wird Bildung zu einer flexiblen, interaktiven und personalisierten Erfahrung, die überall und jederzeit zugänglich ist. Diese Öffnung des Zugangs zum Wissen ermöglicht eine bislang unerreichte Demokratisierung und eröffnet neue berufliche Entwicklungsperspektiven.
Ein spezialisiertes Ausbildungszentrum für die IV-Stellen
Das Bildungszentrum IV (BZIV) nimmt eine Schlüsselrolle in diesem institutionellen Wandel ein.
Das 1997 gegründete Zentrum hatte ursprünglich die Aufgabe, den IV-Stellen eine bedarfsgerechte Weiterbildung sowohl in fachlicher Hinsicht als auch im Hinblick auf die persönliche Entwicklung zu gewährleisten, wobei die Kurse überwiegend von praktizierenden Mitarbeitenden in Schulungsräumen oder Hotels abgehalten wurden. Die Digitalisierung vollzog sich schrittweise: Ab 2005 waren erste Anmeldungen über das Internet möglich, während die Anwendungen kontinuierlich verbessert wurden. Seit 2013 stehen die Schulungen auch Personen ausserhalb der IV offen, die im Bereich der beruflichen Eingliederung, der Invalidität sowie der IV-Leistungen tätig sind. Die Covid-19-Krise 2020 beschleunigte die Entwicklungen deutlich, da sie die schnelle Entwicklung leistungsfähiger Instrumente für das Fernlernen erforderlich machte.
Innovation im Dienste des Lernens
Heute bietet unsere IV-Stelle ein breit abgestütztes und vielfältiges Ausbildungsangebot. Den Mitarbeitenden stehen für interne Schulungen die neue E-Learning-Plattform Absorb sowie die Programme des BZIV und des Kantons Wallis zur Verfügung. Der Fokus liegt auf hybriden Formaten, die Präsenz- und Fernunterricht sinnvoll miteinander verbinden. Ein anschauliches Beispiel für diese Entwicklung ist die Fachtagung Versicherung, Medizin und Eingliederung 2024, im Rahmen derer das BZIV ein gross angelegtes hybrides Format anbot, das sowohl Live- als auch Online-Teilnahmen umfasste und so für die Mitarbeitenden aller IV-Stellen in der Schweiz zugänglich war.
Zertifizierte und anerkannte Fachkompetenz
Das BZIV beschränkt sich nicht nur auf technische Innovationen, sondern gewährleistet auch hohe pädagogische Qualität. Jedes Jahr werden mehr als 300 Kurssitzungen auf Französisch, Deutsch und manchmal auch Italienisch von mehr als 100 Ausbildungsexpertinnen und -experten abgehalten. Das BZIV bietet zudem drei verschiedene Zertifizierungen an:
BZIV-Ausbilder/in
RAD-Ärztin/RAD-Arzt
BVM-Sachbearbeiter/in und BVM-Ermittler/in
Die Glaubwürdigkeit des BZIV wird durch die enge akademische Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule (BFH), der Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg (HSA-FR) und der HES-SO Genève für den Erwerb verschiedener CAS (Certificate of Advanced Studies) verstärkt.
Herausforderungen und die Bedeutung des persönlichen Kontakts
Online-Lernangebote eröffnen enorme Möglichkeiten, bringen aber auch Herausforderungen mit sich. So verlangt das Fernlernen beispielsweise ein hohes Mass an Selbstdisziplin. In diesem digitalen Umfeld, in dem die Verlässlichkeit von Inhalten variieren kann, gewährleistet die langjährige Partnerschaft mit dem BZIV den Mitarbeitenden den Zugang zu fundierten und zertifizierten Ausbildungen.
Die Zukunft der Bildung liegt in hybriden Methoden. Digitale Angebote ersetzen den Menschen nicht, sie ergänzen ihn. Damit die digitale Transformation in unserer IV-Stelle langfristig Erfolg hat, muss der persönliche Kontakt als zentraler Motor des Lernens erhalten bleiben, während gleichzeitig alle Mitarbeitenden auf die Anforderungen von morgen vorbereitet werden.
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