Vor diesem Hintergrund hat die Kantonale IV-Stelle Wallis 2025 zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben weiter daran gearbeitet, die sich verändernden Bedürfnisse zu erfassen und sich auf einen Alltag im steten Wandel einzustellen. Das Jahr stand somit ganz im Zeichen der Klärung und Harmonisierung unserer beruflichen Praktiken, Prozesse und Verfahren, organisatorischer Überlegungen zu Verantwortlichkeiten und Entscheidungswegen, der Lancierung von Pilotprojekten und Arbeitsgruppen sowie Entwicklungen in verschiedenen Bereichen wie Risikomanagement, Digitalisierung und Qualitätsmanagement.
Die Herausforderungen der Zukunft sind also allgegenwärtig. Die Rehabilitation und die berufliche Eingliederung von Versicherten mit psychischen Problemen gehören dabei angesichts der allgemeinen Verschlechterung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung, der Möglichkeiten zur Integration in den Arbeitsmarkt und der verfügbaren Ressourcen zu den schwierigsten Aufgaben. Hinzu kommt die fortlaufende Sicherstellung sämtlicher Leistungen der IV-Stelle, die, stets angemessen und regelkonform erbracht, den breiten Leistungsbereich der Invalidenversicherung und ihrer Handlungsmöglichkeiten deutlich machen. Und schliesslich stellt auch das gleichzeitige Ausscheiden mehrerer Mitglieder der Direktion der IV-Stelle, die zusammen über umfangreiche Kompetenzen, umfassendes Wissen und gut etablierte Netzwerke verfügen, eine grosse Herausforderung dar.
Wie können wir dies alles bestmöglich bewältigen? Es gibt vermutlich kein Patentrezept, aber die notwendigen Zutaten sind durchaus bekannt: ein klar definierter Arbeitsrahmen, getragen von einer gemeinsamen Vision, spezifischen Aufgaben, konkreten Zielsetzungen sowie starken, im Alltag verankerten Werten; ein Engagement der Teams, das auf Kompetenz, Multidisziplinarität, Professionalität und Einsatzwillen beruht; eine Kultur des Austauschs mit einem Fokus auf kollektiver Intelligenz; die Netzwerkarbeit mit allen Partnern sowie eine fein abgestimmte Betreuung und eine reflektierte Betrachtung der beruflichen Haltungen und Arbeitspraktiken mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung.
Der Weg in die Zukunft dürfte damit gut vorgespurt sein, wobei natürlich unvorhergesehene Ereignisse und Hindernisse sicherlich nicht ausbleiben werden. Solange wir den Kurs halten und gemeinsam, zuversichtlich, solidarisch, mit gegenseitigem Respekt und mit den Versicherten im Mittelpunkt unserer Bemühungen voranschreiten, wird unser berufliches Handeln nicht nur nützlich, sondern auch sinnvoll sein. Gehen wir es an, mit Enthusiasmus und der gebotenen Bescheidenheit angesichts unserer Verantwortung. Ein grosses Dankeschön bereits jetzt an alle für ihre wertvolle Unterstützung.

Benoît Gay-des-Combes
Direktor

